Ein kleiner Überblick...

Bis 1972 war Bibergau selbstständig und hat sich nach vielem Hin und Her mit der Stadt Dettelbach zusammengeschlossen.

Unser Ort ist nun mit seinen knapp 700 Einwohnern der größte Ortsteil von Dettelbach und liegt im unterfränkischen Weinlandkreis Kitzingen.

Am 1. September 1874 wurde unsere Feuerwehr gegründet. Seitdem hat sich unser Einsatzgebiet und die Aufgaben immer wieder geändert.   

              

Während unsere Großeltern bei der Feuerwehr noch vorrangig Brände löschen als Hauptaufgabe hatten, schaut das Einsatzbild unserer Feuerwehr heute anders aus. Das Einsatzspektrum ist heute größer denn je.

Durch die steigende Zahl an Kraftfahrzeugen und die damit verbundenen Unfälle, rücken wir zu mehr Verkehrsunfällen oder Ölspurbeseitigungen aus, wie zu Hausbränden. Ein Grund ist der Mainfrankenpark und viele Industriegebiete in der Nähe. Ebenfalls nicht weit von uns entfernt, liegt das bekannte Autobahnkreuz Biebelried, mit dem Knotenpunkt der A3 und A7. Hier führt die, für ihre Staus und schweren Unfälle bekannte A3, Richtung Frankfurt vorbei.

Bedingt durch den Klimawandel, bekämpfen wir Überschwemmungen von Straßen und Gebäuden oder löschen Flächenbrände auf Wiesen und Böschungen durch die anhaltende Trockenheit gerade in Franken. Durch Stürme sind umgestürzte Bäume zu beseitigen und Straßen freizuräumen.

Ein großer Bereich unseres Aufgabengebietes umfasst die technische Hilfsleistungen. 

Nicht nur, dass die Aufgaben wesentlich vielfältiger geworden sind, wurden sie auch abwechslungsreicher und anspruchsvoller. Die Löscheinsätze bei Bränden haben sich insofern geändert, dass das Brandgut meist gefährlicher ist als früher.

Übungen zum Herstellen der Wasserversorgung sind eine wichtige Aufgabe unserer Feuerwehr. Durch den alten Baustil bedingt, der eine enge Bauweise der Häuser oder Aussiedlerhöfe ohne weitreichende Wasserversorgung vorsah, müssen oft weite Wege für den Nachschub an Wasser zurückgelegt werden.

Manch einen schreckt der Dienst in der Feuerwehr ab, da in den Köpfen oft Bilder von brennenden Häusern und schweren Unfällen "herumgeistern", doch die Realität schaut anders aus. Sicher haben wir auch solche Einsätze, doch wer die Einsatzberichte von Feuerwehren liest, stellt schnell fest, die Mehrheit sind Gott sei Dank anderer Art.

Neue Mitglieder, die Respekt vor dem Feuer oder schweren Unfällen haben, können daher dennoch ihren Dienst in der Feuerwehr leisten, da bei einem Einsatz viele unterschiedliche Aufgaben anfallen und nicht jeder in ein brennendes Haus muss.